Röntgenpraxis Alte Torgasse

FAQ - Computertomographie

Was bedeutet Computertomographie (CT)?

Bei der Computertomographie (CT) handelt es sich um ein Röntgenverfahren, mit dessen Hilfe eine überlagerungsfreie Abbildung des menschlichen Körpers in unterschiedlichen Schnittebenen möglich ist (korrekt müsste es eigentlich Röntgen-Computertomographie heißen). Tomographie bedeutet Darstellung in Schichten oder Scheiben, in diesem Fall Schichten des Körpers oder eines Körperabschnittes.
Heutzutage werden in vielen Fällen nicht mehr einzelne Schichten, sondern ganze Körperregionen als Volumendatensatz aufgenommen.
Die Computertomographie wurde Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vom britischen Ingenieur Godfrey Hounsfield nach Vorarbeiten des südafrikanischen Physikers Allen Cormack entwickelt. 1979 erhielten beide Forscher für diese Arbeit den Nobelpreis.
Godfrey Hounsfield entwickelte die Computertomographie bei der britischen Firma EMI, die seinerzeit elektronische Bauteile und Schallplatten herstellte.
Der erste Computertomograph (EMI Mark I) ging 1973 in Serie.

Wozu dienen Kontrastmittel in der CT?

Sie dienen in erster Linie der besseren, weil kontrastreicheren Darstellung von Gefäßen, Organen und dem Magen-Trakt. Die Organe des menschlichen Körpers haben „nativ“, d.h. ohne die Verwendung von Kontrastmitteln eine nahezu identische Röntgendichte (die Lungen einmal ausgenommen). Das Gros der krankhaften Veränderungen kann daher nur durch die Verwendung von Kontrastmitteln erkannt werden.

Welche Arten von Kontrastmitteln gibt es?

Man unterscheidet drei Gruppen von Kontrastmitteln für die CT:
Orale Kontrastmittel.
Diese Kontrastmittel finden bei Untersuchungen des Bauch- und Beckenraumes routinemäßige Verwendung; sie müssen in einem längeren Intervall vor der Untersuchung getrunken werden. Sie enthalten entweder Jod- oder Bariumpräparate; beides Stoffe, welche sehr röntgendicht sind. Nach ihrer Verwendung stellt sich der Magen/Darmtrakt im CT-Bild hell dar und lässt sich gut von den umgebenden Strukturen unterscheiden.
Intravaskuläre Kontrastmittel.
Bei diesen Kontrastmitteln handelt es sich um jodhaltige Lösungen, die durch einen maschinellen Injektor in eine Vene injiziert werden. Sie verteilen sich rasch im Körper und führen über das Blut zu einer Kontrastierung der Gefäße und Organe. Durch exakte Steuerung der Kontrastmittelmenge und des Injektionsdruckes sowie durch die Verwendung der Spiral- oder MultiscliceCT können bestimmte krankhafte Veränderungen anhand ihres zeitlichen Kontrastverhaltens identifiziert werden.
Intraartikuläre Kontrastmittel.
Auch diese Kontrastmittel enthalten Jod. Sie werden nur bei speziellen Fragestellungen / Gelenkdarstellungen benötigt und dann nach lokaler Betäubung in das betreffende Gelenk injiziert.

Gibt es ein Kontrastmittelrisiko?

Orale Kontrastmittel können nach einem mehrstündigem Intervall zu leichtem Durchfall führen. Intravaskuläre Kontrastmittel verursachen häufig ein Wärmegefühl sowie ein Geschmacksstörung. Diese Veränderungen sind regelmäßig flüchtiger Natur und beeinträchtigen das Allgemeinbefinden nicht. Generell sind die Kontrastmittel gut verträglich. Es bestehen allerdings – wie bei Anwendung jedes anderen Medikamentes – Risiken in einem niedrigen Prozent-/Promillbereich:
Allergie.
In sehr seltenen Fällen kann es nach Verabreichung eines intravaskulären Kontrastmittels zu Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlägen bis hin zu schweren allergischen Allgemeinsymptomen kommen.
Nierenversagen.
Heutzutage sehr seltene Komplikation nach Verabreichung intravaskulärer Kontrastmittel, wenn alle diesbezüglichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.
Krisenhafte Schilddrüsenüberfunktion.
Nach Verabreichung intravaskulärer Kontrastmittel bei vorbestehender, aber bisher nicht bekannter Schilddrüsenüberfunktion. Vor Durchführung bestimmter CT-Untersuchungen benötigen wir daher einen aktuellen Schilddrüsenfunktionswert (TSH basal).

Gibt es alternative Untersuchungsmethoden?

Ja. Sollen anatomische Verhältnisse im Körper überlagerungsfrei dargestellt werden, stehen als alternative Verfahren die Kernspintomographie / Magnetresonanztomographie (MRT) und die Sonographie (Ultraschall) zur Verfügung.
Ob die jeweilige alternative Untersuchungsmethode aus Gründen des Strahlenschutzes vorzuziehen ist und/oder eine bessere Beantwortung der Frage gestattet, hängt von vielen Faktoren ab. Dies wird wie in der Röntgenverordnung gefordert in jedem einzelnen Fall individuell entschieden.
Beliebig gegeneinander austauschen lassen sich CT, MRT und Sonographie nicht.